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A. F.'s avatar

Danke für den tollen Beitrag. Als Investor versuche ich ebenfalls seit geraumer Zeit unabhängiger von den USA zu werden. Leider sind die effizientesten und rentabelsten Unternehmen mit langer Historie gerade dort zu finden. Der Spruch ist hier treffend: "Ein hervorragendes Unternehmen (auch auf "Land" anwendbar) sollte auch ein Idiot führen können, denn das wird eines Tages passieren". Ich hoffe es ist nur vorübergehend was gerade in den USA stattfindet. Ich bevorzuge Unternehmen die International eine Rolle spielen, denn diese könnten ihren Sitz verlagern, wenn es doch schlimmer kommen sollte. Es wäre wirklich toll, wenn Europa eine Alternative als Zufluchtsort für motivierte und begabte Menschen bieten würde und diese auch längerfristig bleiben, ohne an unserer Bürokratie zu verzweifeln.

Hans Schwarz's avatar

Die Frage ist natürlich ob Europa es schafft die vielen nationalen Unterschiede zu überwinden und einen echten europaweiten Kapitalmarkt zu schaffen, und auch wie lange das dauert. Beim derzeitigen Tempo, Beispiel EUinc., wären das mehrere Jahrzehnte. Somit bin ich bei Ihnen, dass in der näheren Zukunft der US Markt trotz seiner negativen Tendenzen ohne echte Konkurrenz dasteht

mike-jay's avatar

Ich kann nur davor warnen, die USA abzuschreiben und nur aufgrund eines egomanischen US Präsidenten, sich nun vor allem auf Europa konzentrieren zu wollen und partout nach zukünftig guten interessanten europäischen Aktienerfolgsstories zu schauen.

Good luck with that. In real hat noch jedes US-Pendant den europäischen Konkurrenten in jedem Sektor outperformt.

Auch DeepL wäre gut beraten, an der NASDAQ zu listen und nicht in Frankfurt. Die Musik spielt weiterhin an den amerikanischen Börsen, in der amerikanischen Wirtschaft und die amerikanische Politik gibt den Ton der Welt an.

Ein Wort zur Politik: Joschka Fischer lüftet dann und wann den Sargdeckel für ein paar Altherrenkommentare, die kaum noch jemand ernst nimmt. Gebremst im Sozialisierungswahn hat er seine Grünen nie.

Friedrich Merz in D und „vdL“ - CDU-stellvertretend in Brüssel - zu nennen, ist ebenfalls wenig hilfreich. Obwohl vermeintlich überzeugte Europäer, tun sie nichts Gutes, um deutsche und europäische Bürokratie einzudämmen und abzubauen. Ganz im Gegenteil! Der Antriebsmotor „Deutschland“ für Europa steckt tief und tiefer im Schlamm fest.

Ein Neustart würde nur mit völlig neuer politischer Ausrichtung gelingen. Endlich Austausch vdL in Brüssel und für D?

Die CDU soll die SPD aus der Regierung schmeißen und mit Minderheitskoalition weiter regieren. (Die Mehrheiten kann man sich je nach Bedarf von links oder rechts beschaffen.) Mit rot oder grün ist für die nächsten 5-10 Jahre absolut kein Staat mehr zu machen. So kann Aufbruchseffekt erzielt werden. Mit AfD oder wiedererstarkter FDP in der nächsten Wahl. Egal, Hauptsache keine SPD oder Grüne mehr.

Zum Schluss: die Amerikaner sind für uns in Deutschland und für Europa von nicht zu unterschätzendem politischen, ökonomischen und sozialen Wert. Sie waren es, sie sind es und werden es auch künftig sein. Die USA haben uns nach dem zweiten Weltkrieg beschützt wie kein zweites Land vor allem schlimmen Ungemach. Das wird zu oft vergessen.

Und daher ist die deutsch-amerikanische Freundschaft auch viel stärker, als vier (bzw. acht) Jahre Regierung eines vermeintlichen willkürlich regierenden und entscheidenden US-Präsidenten, der natürlich die Midterms verlieren wird (übrigens wie fast alle Regierenden US-Präsidenten).

Meine 2, nein 3 Cent!