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UiPath nach Q4 FY2026: Operativ stark – aber der Markt bleibt skeptisch

Die Zahlen sind gut, aber die Guidance bremst: Kann UiPath als „Execution Layer“ im AI-Zeitalter wieder nachhaltig zweistellig wachsen?

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Stefan Waldhauser
Mar 18, 2026
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UiPath nach Q4 FY2026: Operativ stark – aber der Markt bleibt skeptisch

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Meine initiale UiPath Investment Story erschien am 17. September 2025 und ist hier (leider nur auf englisch) nachzulesen:

UiPath Stock: Is This the Comeback Investors Didn’t See Coming?

UiPath Stock: Is This the Comeback Investors Didn’t See Coming?

Stefan Waldhauser
·
September 17, 2025
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Seit dem damaligen Einstieg in die PATH 0.00%↑ Aktie bin ich mit der operativen Entwicklung des Unternehmens recht zufrieden, mit der Kursentwicklung allerdings noch nicht. Dabei war das Timing für meinen Einstieg im September durchaus glücklich gewählt: In den ersten Monaten drehte die Aktie kräftig nach oben und markierte im Dezember ein Hoch bei fast 20 USD.

UiPath Aktienkursentwicklung
UiPath Aktienkursentwicklung

Der Grund dafür war, dass der Markt UiPath zwischenzeitlich als KI-Gewinner sah und entsprechend aufwertete. Seit diesem Höhepunkt hat der Markt die Euphorie jedoch wieder ausgepreist. Heute (Mitte März 2026) notiert PATH 0.00%↑ mit ca. 12 $ wieder auf dem gleichen Niveau wie vor einem halben Jahr zu meinem Einstieg.

Besonders ernüchternd war für mich die Reaktion auf die Q4-Zahlen des bereits Ende Januar beendeten Geschäftsjahres 2026. Obwohl die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Profitabilität übertroffen wurden, fiel die Aktie am Folgetag um rund 7 %.

Ich werde in diesem Beitrag versuchen, die Gründe dafür zu beleuchten.

Q4 FY2026: Wachstum deutlich zweistellig, Marge und Cashflow ziehen an

UiPath lieferte im vierten Quartal 481 Mio. $ Umsatz, was einem Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das ist ein solides Comeback-Signal und der stärkste Umsatzzuwachs seit zwei Jahren, in denen das Wachstum zwischenzeitlich bereits auf einstellige Werte abgesunken war.

Wichtig ist auch, woher das Wachstum kam: Die Subscription Services wuchsen im vierten Quartal auf 251 Mio. $ (Vorjahr: 215 Mio. $) – das entspricht einem Wachstum von 17 % im Jahresvergleich. Der vor allem von Altkunden stammende Lizenzumsatz lag bei 216 Mio. $ (Vorjahr: 198 Mio. $) und wuchs um 9 % YoY. Beide Umsatzströme sind im Wesentlichen wiederkehrende Umsätze, unterscheiden sich aber in der Verbuchung der Umsatzrealisierung. Die Subscription Services sind weniger schwankungsanfällig. Die Professional Services (das sind diverse IT-Dienstleistungen rund um die eigenen Produkte) stiegen auf 14 Mio. $ (Vorjahr: 11 Mio. $).

Bemerkenswert ist, dass das Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich stabilisiert werden konnte, obwohl gleichzeitig die Profitabilität verbessert wurde. Im saisonal starken vierten Quartal betrug die operative Marge (non-GAAP) über 30 % und selbst nach GAAP wurde eine Nettogewinn-Marge von fast 22 % erzielt – eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr.

Im HGI-Kontext ist mir die Entwicklung des Cashflows noch wichtiger: UiPath generierte im Q4 einen Operativen Cashflow von über 182 Mio. $ (Vorjahr: 146 Mio. $) und einen Free Cashflow von 183 Mio. $ (Vorjahr: 145 Mio. $). Der Cashflow wuchs also um ca. 25 % und damit deutlich überproportional zum Umsatz.

Geschäftsvolumen und Kundenbasis von UiPath

Am besten lässt sich die Geschäftsentwicklung von UiPath über den ARR (Annual Recurring Revenue) messen, also den jährlich wiederkehrenden Umsatz. Ende Januar lag der ARR bei 1,853 Mrd. $, was einem Plus von 11 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Net New ARR betrug im 4. Quartal 70 Mio. $ (Vorjahr 60 Mio. $ = +16,7 % YoY), auch das Neugeschäft wuchs also deutlich zweistellig.

Negativ auffällig ist die gesunkene Net Retention Rate von 107 %. Im Vorjahr waren es noch 110 %. Das bedeutet, dass die Bestandskunden deutlich langsamer expandieren. Und das ist wohl der Kern der Börsen-Skepsis gegenüber UiPath: Das Unternehmen gewinnt zwar weiterhin Neukunden, doch die Expansion im Bestand läuft nicht wie gewünscht – insbesondere angesichts der neuen Produktangebote rund um „Agentic Automation“ ist das eine schlechte Nachricht.

UiPath im Gesamtjahr FY2026

Viel wichtiger als die Betrachtung eines oftmals saisonal verzerrten einzelnen Quartals ist mir die Betrachtung des Gesamtjahres:

Im Geschäftsjahr 2026 kam UiPath auf einen Umsatz von 1,611 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von 13 % im Jahresvergleich entspricht (Geschäftsjahr 2025: 1,430 Mrd. US-Dollar).

Hier sieht man noch deutlicher die strategische Verschiebung in Richtung Subskriptionen: Während die Umsätze aus Subskriptionen um 19 % auf 955 Mio. $ wuchsen und mittlerweile fast 60 % des Gesamtumsatzes ausmachen, stiegen die Lizenzerlöse nur um 3 % auf 606 Mio. $.

Seit der Rückkehr von Daniel Dines an die Firmenspitze vor zwei Jahren hat UiPath große Fortschritte bei der Profitabilität gemacht. Auch nach GAAP operiert das Unternehmen nun profitabel: Der operative Gewinn von 57 Mio. $ im FY26 bedeutet einen massiven Turnaround, nachdem im FY25 noch ein Verlust von 163 Mio. $ ausgewiesen wurde. Der GAAP-Nettogewinn belief sich im Geschäftsjahr 2026 sogar auf 282 Millionen US-Dollar, was einer Marge von über 17 % entspricht.

Auch der Cashflow entwickelte sich im Geschäftsjahr 2026 (FY26) sehr ordentlich: Operativ wurden 371 Millionen US-Dollar in die Kassen gespült, was einer Steigerung von 16 % bei einer Cashflow-Marge von 23 % entspricht.

Diese Cashflow-Stärke ermöglicht umfangreiche Aktienrückkäufe, welche die Anzahl der ausstehenden Aktien trotz erheblicher Aktienvergütungen für die Mitarbeitenden mehr als nur stabilisieren konnten. Durch die Rückkäufe sank die Anzahl der Aktien im FY26 von 559,9 Mio. auf 544,9 Mio. (ca. -2,7 % YoY). Eine drohende Verwässerung der Aktionäre ist auch zukünftig kein Thema, denn das Board hat gerade ein neues Aktienrückkaufprogramm über 500 Mio. $ autorisiert.

Die UiPath Guidance für das FY2027

Was die Laune der Investoren nach diesen überwiegend guten Zahlen getrübt hat, war die enttäuschende (oder extrem vorsichtige?) Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

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