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Nun ist aus den Übernahmegerüchten rund um PayPal also ein konkretes Angebot geworden.
Reuters berichtet heute, dass Stripe gemeinsam mit dem Private-Equity-Investor Advent International 60,50 USD je PayPal-Aktie bietet. Das entspricht einem Eigenkapitalwert von mehr als 53 Mrd. USD und einer Prämie von rund 28 % auf den PYPL 0.00%↑ Schlusskurs vom Dienstag. Rund 50 Mrd. USD an Bankfinanzierung sollen bereits zugesagt sein. Stripe und Advent würden PayPal jeweils zur Hälfte übernehmen; eine Aufspaltung ist im aktuellen Angebot offenbar nicht vorgesehen. PayPal hat auf die Offerte bislang nicht reagiert.
Für mich ist diese Nachricht besonders relevant: denn PayPal ist derzeit die größte Position in meinem investierbaren Musterportfolio. Und der heutige Reuters-Bericht ist das direkte Follow-up zu meinem Artikel vom Februar:
Damals war meine These noch spekulativ. Heute wissen wir: Stripe hat nicht nur unverbindlich über PayPal nachgedacht. Gemeinsam mit Advent liegt mittlerweile ein finanziertes Angebot auf dem Tisch.
Wie gut war meine damalige Bewertung?
Im Februar hatte ich den Wert der einzelnen PayPal-Bausteine im Rahmen einer Sum-of-the-Parts-Analyse auf insgesamt 41 bis 71 Mrd. USD geschätzt. Bei der damaligen Aktienzahl entsprach das ungefähr 46 bis 80 USD je Aktie – ausdrücklich ohne zusätzliche Kontrollprämie.
Das aktuelle Angebot von 60,50 USD beziehungsweise gut 53 Mrd. USD liegt ziemlich genau in der Mitte dieser Spanne. Meine damalige Einschätzung war also weder überzogen noch zu konservativ. Sie hat den Bereich, in dem nun tatsächlich geboten wird, erstaunlich gut getroffen.
Allerdings gibt es einen entscheidenden Punkt: Die 60,50 USD sind kein normaler Börsenwert für einen Minderheitsaktionär. Stripe und Advent wollen die Kontrolle über PayPal, seine Cashflows, seine Technologie, seine Kundenbeziehungen, Venmo und das große Händlernetzwerk übernehmen. Dafür wird normalerweise eine deutliche Kontrollprämie gezahlt.





