Airbnb Aktie: Wird Airbnb zur Reise-Super-App?
Das Wachstum beschleunigt sich, Airbnb expandiert – und eine mutige Übernahme könnte die Plattform sogar zum Uber-Herausforderer machen
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Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich hier meine damalige Sicht auf die Airbnb-Aktie beschrieben. Mein Fazit war durchaus positiv, aber nicht euphorisch: Airbnb war für mich eine hochprofitable Cashflow-Maschine mit einer einzigartigen Marke. Die Wachstumsstory wirkte jedoch etwas müde und die neuen Services und Erlebnisse erschienen mir noch nicht groß genug, um den Investment Case entscheidend voran zu bringen.
Zwölf Monate später hat sich die Aktie kaum vom Fleck bewegt. Seit dem Börsengang vor mehr als fünf Jahren wartet die Airbnb-Aktie immer noch auf den nachhaltigen Ausbruch. Operativ ist in den vergangenen 12 Monaten allerdings deutlich mehr passiert, als der Aktienkurs vermuten lässt.
2025 war solide, aber noch kein neues Wachstumskapitel
Airbnb steigerte den Umsatz im Gesamtjahr 2025 um 10% auf 12,2 Mrd. USD. Im Vorjahr hatte das Wachstum noch bei 12% gelegen. Die Zahl der gebuchten Nächte und Unterkünfte erhöhte sich um 8% auf 533 Mio., während der Bruttoumsatz um 12% auf 91,3 Mrd. USD zulegte.
Das war zwar ordentlich, aber noch keine Wachstumsbeschleunigung.
Gleichzeitig blieb Airbnb extrem profitabel. Das Adjusted EBITDA erreichte 4,3 Mrd. USD bei einer Marge von 35 %. Der Free Cashflow belief sich auf 4,6 Mrd. USD bzw. 38 % des Umsatzes. Beide Margen lagen leicht unter dem Vorjahr, da Airbnb wieder stärker in die Produktentwicklung und neue Geschäftsfelder investierte. Eine Free-Cashflow-Marge von fast 40 % ist jedoch weiterhin außergewöhnlich gut.
Interessant wurde es zum Jahresende: Im vierten Quartal beschleunigte sich das Umsatzwachstum auf 12 %, die gebuchten Übernachtungen wuchsen um 10 % und der Gross Booking Value sogar um 16 %. Dieser positiveTrend setzte sich im ersten Quartal 2026 fort.
Q1/2026: Die Wachstumsbeschleunigung ist endlich sichtbar
Der Umsatz sprang im ersten Quartal um 18 % auf 2,68 Mrd. USD. Währungsbereinigt betrug das Wachstum immerhin noch 15 %. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor war Airbnb lediglich um 6 % gewachsen.
Der Gross Booking Value erhöhte sich um 19 % auf 29,2 Mrd. USD, während die gebuchten Nächte und Tage um 9 % auf 156 Mio. zunahmen. Das Adjusted EBITDA wuchs um 24 % auf 519 Mio. USD, und die entsprechende Marge verbesserte sich von 18 % auf 19 %.
Daraufhin hob Airbnb den Ausblick für das Gesamtjahr an und erwartet nun ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren Zehnprozentbereich.
Die Beschleunigung ist also real. Allerdings sollte man die 18 % Umsatzwachstum aus dem ersten Quartal nicht einfach linear fortschreiben. Rund drei Prozentpunkte des erwarteten Wachstums im zweiten Quartal stammen beispielsweise aus positiven Währungseffekten. Zudem wächst die Zahl der Übernachtungen mit 9 % deutlich langsamer als der Umsatz und das Buchungsvolumen. Airbnb profitiert also aktuell auch von höheren Preisen und einer besseren Monetarisierung.
Trotzdem hat sich die Wachstumskurve gegenüber dem Vorjahr klar verbessert.
Beim Cashflow sieht das Bild auf den ersten Blick weniger beeindruckend aus. So sank der Free Cashflow im Quartal leicht von 1,78 auf 1,70 Mrd. USD. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate stieg er jedoch von 4,36 auf 4,54 Mrd. USD. Die Free-Cashflow-Marge ging von 39 % auf 36 % zurück.
Ein wesentlicher Grund dafür ist ausgerechnet eines der derzeit erfolgreichsten Airbnb-Produkte.




